Eine kleine Acculehre.

Die Verwendung von Batterien und Accus ist heute im ärztlichen Alltag zur Selbstverständlichkeit geworden. Die Charakteristika der einzelnen Accusyteme sind jedoch sehr unterschiedlich. Einen Nachteil haben alle Accus: sie entladen sich relativ schnell selbst (Ausnahme Lithium-Accus und Rayovac =Accuzellsysteme). Während die nichtaufladbaren Alkali-Manganbatterien nur ca. 2% ihrer Energie pro Jahr verlieren, sind bei Accus 10-25% Verlust pro Monat normal. In Kfz.-Pannenlampen, Geräte im Notfallkoffer .Uhren oder Fembedienungen ist die Hg-freie Wegwerfbatterie oft die bessere Wahl, für ständig benutzte Geräte ist es eher der Accu. Die Mobilität hat jedoch ihren Preis: während der Strom aus der Steckdose ca. 15 Cent/KWh kostet, würde die gleiche Energiemenge aus handelsüblichen Mignonbatterien 550 Euro kosten. Um lange Freude und Nutzen mit Accus zu haben ist eine pflegliche Behandlung wichtig:

NiCd.-Accus sind nachtragend: werden sie öfter nachgeladen bevor die gespeicherte Energie ganz verbraucht wurde, so tritt der Memory-Effekt ein. D.h. nurmehr die tatsächlich nachgeladene Energie wird abgegeben, die von einer Teilladung zur anderen immer weniger wird.

Die Lebensdauer von Accus wird entscheidend von der Qualität des Ladegerätes bestimmt -hier lohnt sich eine höhere Ausgabe für ein Gerät mit elektronisch gesteuerter Vorentladung und progammierbarer Schnellladung oder mehrmaligen Entlade-Ladecyclen wodurch auch alte NiCd-oder NiMh-Accus wieder volle Kapazität erreichen können (z.B. Lytron ECS-2.002 oder Conrad:Charge manager ca. € 50.- -100.-) Einfachladegeräte z.B. für Handies oder Digitalkameras können das meist nicht.

Die wesentlichen Systemunterschiede:

NiCd:  Vorteile: gut geeignet für Geräte mit hoher Strombelastung, gute Leistung auch bei tiefen Temperaturen, gute Energiedichte, niedriger Preis.
Nachteile: Nennspannung nur 1,2 Volt, Memory-Effekt, geringere Kapazität gegenüber anderen Systemen, hohe Selbstentladung, hohe Umweltbelastung durch Cadmium ( ca. 400 t Cadmium gelangen jährlich in die Umwelt, da nur 30% der NiCd-Accus ordnungsgemäß entsorgt werden).

NiMh (Ni-Metallhydrid): Vorteile: kein Memoryeffekt, bis 150% größere Kapazität gegenüber NiCd-Accus, wesentlich geringere Umweltbelastung, gute Energiebilanz, austauschbar mit NiCd.-Accus, Nachteile: Nennspannung l ,2 V., empfindlich gegen Überladung, Leistungsabfall bei tiefen Temperaturen, Lazyeffekt entspricht stark abgeschwächtem Memoryeffekt, nicht geeignet für hohe Lastströme, Selbstentladung hoch.

Li.Ion: Vorteil: Nennspannung 3,6 V.,sehr hohe Energiedichte, kein Memoryeffekt, gelinge Selbstentladung. Nachteile: spezielles Ladegerät erforderlich, sehr toxische Inhaltsstoffe,teuer

Li.Polymer: Vorteil: höchste Energiedichte, kleine Formate, Nachteile: wie bei Li.Ion., hoher Preis.

Rayovac/Accuzell: Vorteil: Nennspannung 1,5 V., kein Memoryeffekt, Selbstentladung nur ca. 0,2% pro Monat, sehr geringer Schadstoffgelialt, geeignet anstelle von Einwegbatterien, günstiger Preis, auch bei Teilentladung aufladbar, gute Energiedichte. Nachteil: empfindlich gegen Tief- oder Komplettentladung, spezielles Ladegerät erforderlich.

Blei (Pb)-Accu: große Vielfalt vom preiswerten Säureaccu (Kfz.-Starterbatterie) zum teureren kippfesten Pb.-Gelaccu bis zum Solaraccu mit eigenem Pb.-Gitteraufbau und sehr unterschiedlichen Eigenschaften. (Zyklenfestigkeit. Hochstrombelastbarkeit) Allen Bleiaccus gemeinsam: Vorteil: hohe Ströme bei tiefen Temperaturen. Nachteil: hohe Selbstentladung bei hohen Temperaturen, giftige Inhaltsstoffe. Weitere Info im Fachhandel.

(Lit.:W.Droske: Akkus u. Accuzellbatt. vth Fachbuch)






Handseifen sind Nährböden für alle möglichen gramnegativen Keime, besonders, wenn sie in einem Wasserbad liegen. Es empfiehlt sich deshalb für den Praxisbereich eine gute Flüssigseife, der ein Konservierungsmittel beigefügt ist, über einen Spender zu verwenden..

Lit.: F.Daschner in Tägl.Praxis 2001/1 S. 134


Auf dem deutschen Markt werden z.Zt. ca. 1500 verschiedene biozidhaltige Holzschutzmittel angeboten. Die meisten dieser Produkte sind weder auf ihre Wirksamkeit, noch auf ihre gesundheitliche Unbedenklichkeit und Umweltverträglichkeit geprüft. Wegen des harten Kampfes um Marktanteile funktioniert hierdie freiwillige Selbstverpflichtung der Industrie nicht. Eine Garantie für die aufwendigen Prüfprozeduren bietet ausschließlich das RAL-Gütesiegel, das ein Drittel aller Produkte auszeichnet.

Lit.: N. Bethge et al. in Tägl. Praxis 2002/1 S. 219


Umweltschutz in Arztpraxen und Kliniken bedeutet auch Gesundheitsschutz mit Vorbildfunktion für umweltgerechtes Handeln. Das bedeutet: Vervendung umweltfreundlicher Produkte, Abfallvermeidung, adäquate Abfallentsorgung und Energiesparmaßnahmen. Spitzenreiter mit 40-50% des jährlichen Gesamtpraxisabfalles ist das Papier ca. 500 kg/ Jahr / Praxis, davon 250 kg nicht angeforderte Sendungen. Im Einzelnen empfiehlt sich:

Verzicht auf unnötige Produkte (z.B. Duftsprays )
Verzicht auf schadstoffhaltige Produkte (z.B. toxische Chemikalien, Quecksilber-und
phenolhaltige   Desinfektionsmittel)
Bevorzugung PVC- freier Fußbodenbeläge
Vermeidung von Artikeln in aufwendiger Verpackung
Mehrwegbehältnisse- und Produkte statt Einwegsysteme
Hygienepapier und Papierauflagen auf Untersuchungsliegen aus Recyclingmaterial
Bei der Anschaffung von Elektrogeräten ( EDV, Bildschirme, Kopierer, Kühl/ Gefrier-
geräte) stromsparende Syteme bevorzugen
Wo möglich statt Batterien wiederaufladbare Accus verwenden
Für die Praxiswäsche genügt normalerweise eine Temperatur von 60°.
Spitze und scharfe Gegenstände ( Kanülen, Skalpelle) sind vor der Entsorgung mit dem
Normalmüll in einem festen, ev. durchsichtigen Behälter zu verschließen.

Lit.:M.Dettenkofer, M.Scherreru. F.Daschner (Umweltmed.Geschellschaft 2000;! :13-189


Der Trend geht bei vielen Patienten zu alternativen Therapien. Asiatische Methoden sind z.Zt. Favoriten. Phytopharmaka sollten unsererseits ebenso kritisch betrachtet und angewendet werden, wie jede andere Therapieform. In Belgien wurde Ende der 90er Jahre ein chinesiches Abmagerungskräutermittel angeboten. Von ca. 100 Konsumenten musste 1/3 nierentransplantiert werden, 1/3 wurde dialysepflichtig, ein weiteres Drittel leidet an progressiver Niereninsuffizienz.  

Lit.: Ernst E.: Dt.Ärzteblatt 2000; 97 ; A- 853.


Ein offener Kamin ist gemütlich, nur - seine Heizwirkung liegt bei knapp 15% Wirkungsgrad, 85% gehen durch den Kamin verloren. Bei den meisten offenen Kaminen ist der Einbau einer Kamin-Heizkassette möglich. Dabei bleibt das Feuererlebnis voll erhalten, der Wirkungsgrad steigt jedoch auf ca. 75%, die Verluste sinken auf ca.25%. Jeder Ofenbauer kann beraten, oder über Umweltreferenten, Tel.08106-6610.

Ist Geothermie interessant? In unserem Landkreis liegen in 1000 -3000 m Tiefe Warmwasserschichten mit Temperaturen von 70-110°C. Die Thermen Erding, das Bäderdreieck, das kommunale Heizsystem in Straubing nutzen diese endlose und CO2-neutrale Energiequelle bereits jetzt.