Statement von Prof. Dr. Jörg-Dietrich Hoppe, Präsident der Bundesärztekammer, zu den derzeitigen Polemiken gegen Ärztinnen und Ärzte

Berlin, 09.05.2007 – Es war nur eine Frage der Zeit, wann die alljährliche Schlammschlacht gegen die Ärzte wieder beginnen würde. Mit der ganzen Bandbreite kollektiver Verunglimpfungen, von Habgier bis Halbgott ohne Herz, vom Korruptionsbericht im Gesundheitswesen bis hin zum Ärztehasserbuch, wird wieder wenige Tage vor Eröffnung des Deutschen Ärztetages alles geboten, was das Ansehen von Ärztinnen und Ärzten in den Schmutz ziehen könnte. Es ist für viele dieser Ärztinnen und Ärzte völlig demotivierend zu sehen, wie ihr ganzer Berufsstand denunziert wird. Die Kolleginnen und Kollegen leisten Millionen unbezahlter Überstunden und unentgeltliche Arbeit in Klinik und Praxis, um die Versorgung der Patienten aufrechterhalten zu können. Gerade für die Medizinstudierenden ist die öffentliche Hetze schlichtweg unerträglich und sicher keine Motivation in den Arztberuf  einzusteigen. Die Demontage des Arztbildes ist maßgeblich auch verantwortlich für den zunehmenden ärztlichen Nachwuchsmangel  in Deutschland.