Müssen Arbeitslose trotz einer Krankschreibung eine Einladung des Jobcenters („HARTZ IV“) annehmen?

Eine Arbeitsunfähigkeit ist nicht immer eine Entschuldigung, eine Einladung des Jobcenters abzulehnen. Steht ein Kunde des Jobcenters z.B. in der „heißen Phase“ eines

Bewerbungsverfahrens, macht es Sinn, diese möglichst ununterbrochen fortzusetzen. Gleiches gilt auch für die Vorbereitung der Teilnahme an einer richtungsweisenden Qualifizierungsmaßnahme, die ansonsten erst sehr viel später angetreten werden könnte.

Sieht das Jobcenter in solchen oder ähnlichen Fällen einen akuten Gesprächsbedarf, um die Arbeitsaufnahme oder die Teilnahme an der Maßnahme voranzubringen, akzeptiert es die „normale“ Krankschreibung nicht. Es verlangt dann die Vorlage einer besonderen ärztlichen Bescheinigung; aus dieser muss zu entnehmen sein, dass die Arbeitsunfähigkeit zugleich die Unfähigkeit zum Erscheinen bei den Meldeterminen bedeutet [Sozialgericht Karlsruhe, 10.11.2010, S 15 AS 3923/10 ER].

Kann ein Kunde des Jobcenters diese Bescheinigung nicht vorlegen, läuft er Gefahr, dass seine Geldleistungen gekürzt werden.

Die Kosten für die Ausstellung dieser Bescheinigung können in Höhe von derzeit   5,36 € vom Jobcenter übernommen werden.

Für Rückfragen steht Ihnen der Geschäftsführer des Jobcenters Ebersberg, Herr Hermann Schmidbartl, gerne im Rahmen der Fortbildungsveranstaltung des ÄKV am 5.11.2014 zur Verfügung.

Ansonsten beantwortet das Jobcenter Fragen unter folgenden Kontakten:

  • Telefon 08092 / 82 56 66
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