Selten zu früh …..                                                               ........................aber manchmal zu spät            

Ein Appell an die Bürger*innen des Landkreises Ebersberg

Die Corona-Pandemie hat in den vergangenen Wochen nicht nur unser Leben massiv verändert sondern auch die medizinische Versorgung. Rasch steigende Fallzahlen ließen eine Überlastung des Gesundheitssystems befürchten, Ressourcen mussten reserviert werden. Ein Bündel von Maßnahmen („flatten the curve“) hat erfreulicherweise diese Überlastung des Gesundheitssystems verhindert. Die normale medizinische Versorgung blieb aber auf der Strecke.

Aber Corona ändert nicht die Häufigkeit von Neuerkrankungen und den Verlauf bereits bestehender chronischer Erkrankungen.

Betroffene Menschen müssen mit ihrer chronischen Erkrankung (wie zum Beispiel Diabetes, Bluthochdruck usw.) auch während der Corona-Pandemie zurechtkommen. Lassen Sie keine richtungsweisenden und dann möglicherweise nicht mehr umkehrbaren Verschlechterungen zu. Sie können das nicht „aussitzen“. Warten Sie nicht zu lange, die erforderliche ärztliche Betreuung wieder aufzunehmen. Wir alle haben gelernt mit der Corona-Bedrohung umzugehen und können diese neue Bedrohung zunehmend besser in unsere tägliche Arbeit integrieren.

Auch Krebstherapie/Vorsorge, medizinische Interventionen bei Herzinfarkt und Schlaganfall („time is brain“) dürfen nicht „zu spät“ erfolgen. Bitte suchen Sie Hilfe, wenn bedrohliche Beschwerden einsetzen. Setzen Sie sich nicht aus Angst vor Ansteckung einer Gefahr für Leib, Leben oder anhaltender Behinderung aus. Nachteile, die Sie jetzt durch Verzögerungen erleiden, werden dann endgültig und in ihrer restlichen Lebensspanne nicht wieder ausgeglichen.